Schülerstimmen nach einem Unterrichtsbesuch
 
 
Klasse 9, Schelztor-Gymnasium in Esslingen (Mai 2008)

Die Religionslehrerin, Elisabeth Hummel, stellte ihren Schülerinnen und Schülern im Anschluss an die Stunde die Fragen: Was fandest Du gut? Was hat Dir nicht gefallen? Was war neu für Dich? Gibt es offene Fragen? Würdest Du ein Praktikum im Bestattungsinstitut machen oder es anderen empfehlen?

"Interessant, etwas über Arbeit mit Toten zu erfahren. Man hat erfahren, wie die Toten hergerichtet werden und was für 'Werkzeug' ein Bestatter verwendet. Für mich wäre ein Praktikum nichts, da ich es mir nicht vorstellen kann, jeden Tag mit Leichen zu arbeiten."

"Das war etwas Neues. Man bekommt es nicht jeden Tag mit. War sehr interessant. Macht es Sie menschlich nicht etwas kaputt, nur mit Toten zu handeln? Ich kann mir nicht vorstellen, selbst mal Bestatter zu werden."

"Gut und informativ, viel Neues gelernt. Kein Praktikum erwünscht. Das sollen lieber andere machen."

"Viel Anschauungsmaterial, kleine Einführung in die 'Handarbeit', alles gut erklärt. Neu war für mich die Präparation der Leichen, die verschiedenen Instrumente, neue Techniken, damit die Leiche nicht verfault und gut aussieht (Augenkappe). Was verdient ein Leichenbestatter?"

"Ich fand den Vortrag von Frau Rolf einsichtig und sehr gelungen. Ich fand es sehr interessant zu erfahren, was es heute für Möglichkeiten gibt, sich bestatten zu lassen. Am Bestattungsunternehmen hat mir sehr gut gefallen, dass Sie die toten Menschen nicht einfach so bestatten, sondern für jeden Menschen eine kleine Erinnerung (Holzklötzchen) haben und jedem seine individuelle Bestattung geben. Ein Praktikum käme schon in Frage, weil es mich interessieren würde, verschiedenen Menschen (die ich gar nicht kenne), die letzte Ehre zu erweisen."

"Mir hat so ziemlich alles gefallen, besonders gut die vielen Informationen und das Anschauungsmaterial! Neu waren der Koffer, die Geschichten, die sie erzählt hat, der Einblick in den Beruf. Ein Praktikum wäre nichts für mich, ich könnte nicht damit umgehen, vor allem wenn junge Menschen sterben."

"Ich fand das Anschauungsmaterial gut, vor allem das 'Lebensweg-Kreuz'. Es war verständlich und informativ. Neu war für mich so gut wie alles. Mich würde ein Praktikum nicht sonderlich interessieren, für andere wäre es sicher empfehlenswert, weil es ein ganz anderes Licht auf den Beruf wirft."

"Wir haben den Beruf kennen gelernt. Es war informativ und es gab viel Anschauungsmaterial. Es hat sich aber sehr lange gezogen und war relativ langweilig. Neu war, wie Leichen gerichtet werden. Ein Praktikum würde ich nicht machen."

"Es war interessant, weil es neue Erkenntnisse, ein besseres Verständnis des Jobs gab. Es hätte mehr Anschauungsmaterial sein dürfen. Neu waren für mich die Tricks zur Erhaltung der Leiche und das Berufsbild überhaupt. Ich würde eher kein Praktikum machen, weil ich denke, wozu macht man sonst Abi? Ich würde es Freunden aus der Realschule empfehlen."

"Interessant, ein Beruf, den man sonst nicht kennt, wird vorgestellt. Viel Anschauungsmaterial. Neu waren für mich die Plättchen und das Berufsbild. Kein Praktikum für mich. Note 1-2."

"Ich fand die Vorstellung sehr gelungen. Gut fand ich, dass Sie deutlich und ausführlich gesprochen haben. Auch fand ich toll, dass Sie viel Anschauungsmaterial mitgebracht haben und auf unsere Fragen eingegangen sind. Nicht so gut fand ich den Koffer, in dem die Putzmittel der Leichen waren. Da ist mir schlecht geworden. Neu war für mich, dass Beerdigungen auch bunt aussehen können und nicht nur streng nach dem Glauben. Trotzdem sollte der Glaube durch dies nicht vernachlässigt werden. Ein Praktikum würde mich schon interessieren (jedoch ohne den Koffer :-)). Für andere wäre es auch empfehlenswert. Sehr guter Bericht. Weiter so!"

"Gut fand ich, dass sie geheime Sachen erzählt hat. Es war interessant, weil ich davon noch nichts wusste. Der ganze Beruf war neu für mich. Er ist zwar interessant, ist aber nichts für mich."

"Mir hat der Vortrag gut gefallen, gut waren die vielen Informationen und das Anschauungsmaterial. Neu waren die erzählten Geschichten, das Anschauungsmaterial und der Einblick in den Beruf. Nein, ein Praktikum als Bestatter wäre nichts für mich. Wenn jemand sich für so etwas interessiert, ist es empfehlenswert."

"Gut fand ich, dass sie uns den Koffer gezeigt hat und uns einen Einblick in den Beruf gegeben hat. Nichts war schlecht. Neu waren die Materialien aus dem Koffer, dass die Familie den Sarg gestalten kann, dass Angehörige den Verstorbenen waschen und kleiden dürfen. Ein Praktikum würde ich nicht machen, weil ich mit speziell dieser Situation, einem Toten gegenüberzutreten oder anzusehen nur zurecht kommen würde, wenn es in meiner Familie oder Bekanntschaft passiert. Aber auch dann möchte ich es nicht unbedingt erleben müssen."

"Für mich war die Stunde sehr informativ und interessant. Davor habe ich mich noch nie mit dem Beruf Bestatter beschäftigt. Und besonders gewundert hat mich, dass Sie (Frau Rolf) diesen Beruf vor allem wegen der psychischen Belastung ausüben können. Tagtäglich an den Tod des Bruders erinnert zu werden... Mein Vater ist schon sehr früh gestorben (ich 3,5 Jahre) und ich persönlich kann mir das als Beruf nicht vorstellen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dabei glücklich zu sein, weil die tägliche Erinnerung an meinen verstorbenen Vater mich traurig machen würde. Aber Sie haben den Beruf gut vorgestellt und gute Einblicke in Ihre Arbeit gezeigt. Ich fand's auch gut mit den speziellen Einblicken wie Sargbemalung von Enkelkindern. Neu war, wie man Tote wäscht und herrichtet. Ein Praktikum wär für mich persönlich nix, wegen den Gründen oben, aber für andere sehr empfehlenswert."

"Es war gut, weil man hinter die Kulissen schauen konnte und einem gezeigt wurde, dass der Beruf nicht so schlimm ist, wie man's manchmal denkt. Ich kannte den Beruf nicht so und nur als nicht so schönen Beruf. Und ich wusste nicht, dass man auch die Feiern mitorganisiert. Wie ist das mit der Organspendung, wenn man z.B. die Hornhaut vom Auge spendet oder so? Ein Praktikum wäre vielleicht was für mich. Ich würde eigentlich schon so was machen, vor allem, weil ich schon mal gerne einen Toten sehen würde... Aber jeden Tag die waschen und neu anziehen wird vielleicht etwas langweilig, deswegen würde ich das Praktikum lieber woanders machen. Empfehlen würde ich es nur Leuten, die nicht zu empfindlich sind und kein Problem damit haben, Tote zu sehen."

"Gut waren die vielen bildlichen Beispiele (Urne, Koffer...); wir haben viele Sachen gesehen, die man sonst nicht sieht. Ich kannte den Beruf nicht richtig (wusste nicht, was man alles machen muss als Bestatter). Ein Praktikum wäre sicher interessant, aber nichts für mich, weil ich wohl nicht damit klar kommen würde, jeden Tag Tote zu sehen. Jedoch ist es empfehlenswert für Leute, die sich für den Beruf interessieren und sich damit beschäftigen werden."